Gedenken zum November-Pogrom 1938

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Bielefelder Integrationspreis 2020

Wir bedanken uns bei der Jurry und bei ALLEN, die die Arbeit der Bielefelder Initiative gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit unterstützen und unterstützt haben. Besonders bei den muslimischen Frauen und Mädchen, die durch ihre Teilnahme und Mitarbeit die Arbeit von BIgAI e.V. erst ermöglicht haben. Wir gratulieren den Mit-Preisträgern Vesperkirche und Jürmker Integrationskreis herzlich.

1. Juli 

Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Wer ist Marwa El-Sherbini?

 

In der muslimischen Community wird am 1. Juli an Marwa El-Sherbini erinnert. Die aus Ägypten stammende Muslimin wurde vor elf Jahren im Dresdner Landgericht Opfer eines rassistisch motivierten Mordes. 
El-Sherbini sagte am 1. Juli 2009 als Zeugin gegen einen Mann aus, der sie auf einem Spielplatz rassistisch beleidigt hatte. Zuvor hatte sie ihn gebeten, die Schaukel ihrem dreijährigen Sohn zu überlassen. Der damals 29-jährige Alex W. beschimpfte sie als Islamistin, Terroristin und Kopftuchträgerin. 
Während der Verhandlung vor dem Landgericht zog Alex W. ein Messer aus seinem Rucksack und stach damit 16-mal auf die 31-jährige Frau ein, vor den Augen der Familienmitglieder. 
Ihr Ehemann Elwy Okaz kam ihr als einziger zur Hilfe.
 El-Sherbini starb noch im Gerichtssaal. Sie war im dritten Monat schwanger.
 

Interview mit einer Bielefelder Mutter und ihrer Tochter im Juni 2020


Gibt es Rassismus?

Ja, selbstverständlich!

Können Sie konkrete Beispiele für antimuslimischen Rassismus nennen?

Ja, ich kann mehrere nennen. 

Zum Beispiel hatte ich mal ein Medikament in einer Apotheke bestellt. Am nächsten Tag, als ich es abholen wollte, wurde ich gefragt, ob ich denn lesen könnte? Ich habe dann einfach gefragt: “Ja, was meinen Sie denn, kann ich es?“ Daraufhin wurde die Apothekerin verlegen und meinte, sie müsse das fragen. Ich denke, es lag an meinem Kopftuch, warum sie mich so behandelt hat.
Nach dem Anschlag vom 11. September stand ich mit meinem Fahrzeug an einer roten Ampel. Der Fahrer, der neben mir stand, beschimpfte mich aus seinem Auto aus und schrie: „Du Scheiß-Terroristin!“

Einer meiner Arbeitskollegen meinte, ich solle mein Kopftuch ablegen, damit man den Boden damit aufwischen könne. Da habe ich ihm gesagt, wir könnten das ja mit seiner Jacke machen.

Jammern nützt uns nicht. Was können wir gegen Rassismus tun, um unsere Lage zu verbessern?

Stimme erheben. Meinungen äußern. Das Erlebte äußern wie bei diesem Interview zum Beispiel.
Hat sich etwas geändert im Vergleich zu früher? 

Ja. Wir sind der Sprache mächtig. Wir wissen genau, was mit uns passiert, was man uns antut. Wie man uns sieht. Wir können uns jetzt mit der Sprache wehren, was unsere Eltern und Großeltern nicht machen konnten. Ob sich aus Sicht der anderen was geändert hat, ob Sie uns anders sehen? Das glaube ich nicht. Rassismus gibt es immer noch.

Kennen Sie jemanden persönlich, der im Polizeidienst tätig ist?

Ja, meine Cousine.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Polizei?  

Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wir hatten einen Fall, da kamen so Kommentare, auf unsere Herkunft bezogen, dass das, was wir erlebt haben, vielleicht ‚normal‘ ist. Aber wirklich starke Diskriminierungen habe ich nicht zu spüren bekommen.

 

Gibt es Rassismus? 

Ja!

Können Sie konkrete Beispiele für antimuslimischen Rassismus nennen?

Anfang des Jahres sollte ich eine Facharbeit schreiben. Ich habe wirklich sehr viele Themen vorgeschlagen, jedoch hat keines meiner Lehrerin gefallen hat. Meine Themen gingen in Richtung Erziehung in der NS-Zeit oder Heranwachsen mit Social Media u. ä. Da ihr keines meiner Themen gefallen haben, bat ich sie um ein Thema. Ihr Vorschlag war: „Das Kopftuch als Symbol junger muslimischer und gläubiger Frauen.“ Ich habe nicht verstanden, warum gerade ich dieses Thema machen sollte. Es kam auch zu Konflikten und danach spürte ich auch eine starke Abneigung ihrerseits gegenüber mir.  Obwohl ich mir sehr viel Mühe mit der Facharbeit gegeben habe, wurde sie nur mit einer 4+ benotet. Erwartet habe ich mindestens eine 2. Die Facharbeit habe ich von Mehreren Korrektur lesen lassen, darunter auch meiner Tante, die angehende Lehrerin ist. Meine Lehrerin hat z.B. Aussagen von Interviewpartner korrigiert, die eigentlich nicht zu korrigieren sind. Es handelt sich ja um Zitate. Die Note ist eindeutig nicht berechtigt gewesen. Auch habe ich für die Besprechungstermine, an denen ich immer teilgenommen habe, nur einen Punkt bekommen, obwohl ich, wie schon gesagt, an allen teilgenommen habe.
Jammern nützt uns nicht. Was können wir gegen Rassismus tun, um unsere Lage zu verbessern?

Wir müssen Social Media nutzen, um auf unsere Lage aufmerksam zu machen. Ich kann mich an einen kürzlich veröffentlichten Fall erinnern, bei dem eine junge Muslimin erst eine Zusage und danach eine Absage wegen ihrem Kopftuch bekommen hat. Auch wenn das Gefahren mit sich bringt, wie Hasskommentare u. ä., ist es doch ein gutes Mittel, den Menschen zu zeigen, wie schlimm das für uns ist.
Hat sich etwas geändert im Vergleich zu früher?

Früher war es gängiger, Sachen auszusprechen. Also in der Zeit meiner Mutter vor 20 Jahren. Heute weiß man, dass es das gibt, aber die Leute trauen sich nicht, es laut auszusprechen. Deshalb gibt es auch so viele Fake-Accounts, in denen Hasskommentare geteilt werden. Im Großen und Ganzen denke ich, hat sich kaum etwas geändert.

Kennen Sie jemanden persönlich, der im Polizeidienst tätig ist?

Ja, die Cousine meiner Mutter und mein Berufswunsch ist, dass ich selber Polizistin werde.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Polizei? 

Anfangs dachte ich, sie sind nicht so negativ. Meine ersten Erfahrungen waren eher positiv. Aber die darauffolgenden waren eher negativ. Es kam zu rassistischen Anmerkungen und Unterstellungen. Auch in Bezug auf meine Mutter, ob ich denn neben ihr frei sprechen könne? Meine Mutter wurde so hingestellt, als wäre ihr der Ernst der Lage nicht bewusst, als ob sie nicht so weit denken könnte. Oder solche Anmerkungen wie, ob es nicht an unserer Kultur läge usw.

Interview mit einer Bielefelder Mutter und ihren beiden Töchtern im Juni 2020

Gibt es Rassismus?
Ja

Können Sie konkrete Beispiele für antimuslimischen Rassismus nennen?

Ich wurde ohne Grund beschimpft, wegen meiner Haare. Ich sei ein „Scheiß-Türke.“ Ich hätte mehrere Kinder in die Welt gesetzt, nur um Kindergeld zu bekommen.

Da ich ein Einzelkind bin, habe ich mir immer eine große Familie gewünscht und deshalb auch mehr als ein Kind. Dadurch hoffe ich auch, wenn ich älter bin, dass die Chance steigt, dass mich meine Kinder abwechselnd besuchen kommen. Wenn das eine keine Zeit hat, hat vielleicht das andere Zeit.

Jammern nützt uns nicht. Was können wir gegen Rassismus tun, um unsere Lage zu verbessern?

Wir sollten in die Öffentlichkeit gehen und die Diskriminierungen anzeigen oder auch in Sozialen Medien veröffentlichen. Und wir müssen uns weiterbilden.
Hat sich etwas geändert im Vergleich zu früher?

In meiner Kindheit, in den 80-er Jahren, gab es so etwas nicht. Damals wurde ich nie als „Scheiß- Türke“ beschimpft. Auch damals gab es Mädchen in der Grundschule, die Kopftuch getragen haben, und man hat sie liebevoll nach dem Grund gefragt. Niemals abfällig und schon gar nicht ausgrenzend behandelt. Es waren aber sehr wenige, ein oder zwei. Heutzutage tragen mehr Mädchen/junge Frauen das Kopftuch und sie tragen es FREIWILLIG. Ich habe mehrere Töchter. Ich selbst trage kein Kopftuch, aber eine meiner Töchter schon.

"Warum hat sich ihre Tochter dazu entschieden? Wie kam es dazu?", werde ich gefragt. Meine Tochter kennt es von mir nicht, aber meine Mutter und meine Schwestern tragen Kopftücher. Wir klären unsere Kinder auf und lassen sie mit der Kultur und der Religion aufwachsen. Nach unserer Religion müssen wir ja ein Kopftuch tragen Die Entscheidung zur Ausübung liegt aber bei ihnen.

In der Schule musste ich sogar erklären, dass meine Tochter das von zu Hause aus nicht muss, sondern diese Entscheidung selber getroffen hat. Jedoch gibt es dieses Vorurteil, dass die Kinder dazu gezwungen werden. Bei uns war es nun eindeutig, dass dem nicht so ist. Da ja weder ich noch ihre Schwestern ein Kopftuch tragen. Jene Familien müssen sich leider diesem Vorurteil stellen, dass man die Kinder zu solchen Handlungen und somit zu der Religion zwingt.

Kennen Sie jemanden persönlich, der im Polizeidienst tätig ist?

Ja, kenne ich!

Welche Erfahrung haben Sie mit der Polizei?

Bis vor drei, vier Jahren hatte ich ausschließlich gut Erfahrungen gemacht. Ich wusste, wenn ich Hilfe brauche, kann ich die Polizei anrufen und mir wird geholfen.

Aber leider musste ich feststellen, in Konflikten und Problemen, in denen meine pubertierenden Söhne verwickelt waren, das nicht mehr wichtig war, wer im Recht ist, sondern, dass wir „Ausländer“ sind. Wir konnten uns nicht auf die Objektivität der Polizei verlassen. Von Beginn an war klar, dass wir die Schuldigen sind. Die Polizei hat sich immer auf die Seite der „Deutschen“ geschlagen.  

Gibt es Rassismus?
Ja

Können Sie konkrete Beispiele für antimuslimischen Rassismus nennen?

Ja, kann ich. Letztes Jahr kurz vor dem Winter, auf dem Weg zur Uni, hat ein Kind auf mich gezeigt und zu der Mutter gesagt, „Guck mal, da ist eine Hexe!“ Und die Mutter hat nichts dazu gesagt bzw. dagegen gemacht.

Jammern nützt uns nicht. Was können wir gegen Rassismus tun, um unsere Lage zu verbessern?

Zurück zu meinem Beispiel. Bei dem Kind handelte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Kindergartenkind. Meiner Meinung nach sollte man hier ansetzten und die Kinder schon in diesem Alter sensibilisieren, ihnen klar machen, dass Rassismus etwas Schlimmes ist.
Was oder hat sich etwas geändert im Vergleich zu früher?

Früher in der Grundschulzeit und auf der weiterführenden Schule habe ich kaum Kommentare bekommen. Aber später leider schon. Nach der 10. Klasse zum Beispiel habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben und diesen nicht bekommen, weil ich ein Kopftuch trage. Der Betrieb hat so argumentiert, dass sie mich nur nehmen, wenn ich mein Kopftuch ablege, weil sie nicht wüssten, wie ihre Kunden reagieren. Diese Erfahrung hat mich dazu bewegt, dass ich mich weiter fortbilde, um mein Fach-Abitur zu machen. Zurzeit studiere ich.

Kennen Sie jemanden persönlich, der im Polizeidienst tätig ist?

Ja.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Polizei?

Früher habe ich gute Erfahrungen gemacht. Zur Zeit nur noch negative. Ich fühle mich gar nicht mehr sicher. Hierbei hat mich folgendes Erlebnis sehr geprägt:

Zwei Freunde meines Bruders haben sich gestritten. Mein Bruder hat versucht, den Streit zu schlichten und die beiden ‚Streithähne‘ zu trennen. Als die Polizei dazu kam, war mein Bruder Opfer von Polizeigewalt. Er wurde zu Boden geworfen und ihm wurden Handschellen angelegt. Dieses Verhalten der Polizei kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Mein Bruder weder aggressiv, noch war er gewalttätig. Er wollte nur den Streit schlichten.



Gibt es Rassismus?

Definitiv! 

Können Sie konkrete Beispiele für antimuslimischen Rassismus nennen?

Ja, ich selbst bin auch davon betroffen.

In der Grundschulzeit ist es gar nicht aufgetreten, auf der weiterführenden Schule wollte man es versuchen, aber das habe ich nicht zugelassen.

Vor meinem Abi habe ich mich um eine Ausbildungsstelle beworben mit Bewerbungsfoto. Ich  wurde zu keinem Vorstellungsgespräch eingeladen. Erst im darauffolgendem Jahr, als ich mich ohne Bild beworben habe, bei demselben Unternehmen wie im Jahr zuvor, hat man mich eingeladen. Ich denke, es lag an meinem Bild, da ich nicht „typisch deutsch“ aussah. Mein Name klingt gerade nicht "nicht-deutsch". 

Jammern nützt uns nicht. Was können wir gegen Rassismus tun, um unsere Lage zu verbessern?

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch Vorurteile hat. Das ist nicht schlimm, aber man sollte versuchen, ein klares Bild zu bekommen und sich gegen diese Vorurteile öffnen.

Man merkt auch in Gesprächen, die ich mit Freunden und Bekannten führe, dass Sie sich sehr von den Medien beeinflussen lassen und sich kein eigenes Bild machen, was zu Voreingenommenheit führt. In Gesprächen, in denen mir offene Fragen gestellt wurden und ich meine Sicht der Dinge erklärt habe, sagten viele: "Oh, das kannte/wusste ich nicht." Man sollte differenzieren können und nicht verallgemeinern, da viele unterschiedlich praktizieren und anders an die Sache gehen. Wichtig ist auch, dass man das nicht pauschalisieren sollte. Nur weil einer so ist, heißt es nicht, dass alle so sind.

Hat sich etwas geändert im Vergleich zu früher?

Damals war alles leichter.  Als wir Kinder waren, gab es so etwas nicht, erst als wir älter wurden. Als Kinder haben wir unbeschwert miteinander gespielt, da hat Nationalität, Religion, und Hautfarbe keine Rolle gespielt.
Als man mich gefragt hatte, woher ich komme, konnte ich Deutschland sagen und es war gut, aber heute werde ich daraufhin gefragt: „Nein, woher kommst du wirklich?“. Und das nur, weil ich nicht deutsch aussehe. 

Kennen Sie jemanden persönlich, der im Polizeidienst tätig ist?

Ja.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Polizei?

Ich kenne einen Polizisten, mit dem ich aufgewachsen bin, er war mein Bezirkspolizist. Er kannte uns und wir ihn wirklich gut. Er war der einzige Polizist, den ich so gut kannte und er stand uns immer bei, wenn wir Probleme hatten und wir konnten uns immer auf ihn verlassen.

Zum Beispiel gab es da einen Pädophilen, der uns  auf dem Spielplatz belästigt hat und durch die Hilfe des Polizisten haben wir es geschafft, ihn anzuzeigen. Es kam sogar zu einem Urteil.

Es gibt auch Polizisten, wo man schon von Weitem erkennen kann, wie voreingenommen er ist ( anhand seiner Mimik und Gestik) und man sich auch sehr unsicher fühlt aufgrund der jetzigen Situation. Wenn wir mal die Polizei anrufen und um Hilfe bitten, dann kommen sie entweder sehr spät, wenn die Täter schon weg sind, oder sie kommen erst gar nicht.

Ich kann nur vermuten, dass es an dem Namen lag. Wenn ich zwei Polizisten auf der Straße sehe und Sie in meine Richtung gucken, da fühle ich mich nicht sicher. Ich fühle mich nicht wohl und nicht beschützt. Sicherlich auch wegen der ganzen Vorfällen, die in letzter Zeit passiert sind und weiterhin passieren.


"Aktionswochen gegen Rassismus"  am 3.3.2020 in der Stadtbibliothek

Wir bedanken uns bei Brigitte Decker für die zahlreichen Dokumente und Fotos, die Sie uns für die Ausstellung/Präsentation:
"Erinnern an die Auschwitz-Deportation vom 02.03.1943", zur Verfügung gestellt hat.
Für die Unterstützung bei der gelungenen Kooperation mit dem Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld und der Stadtbibliothek Bielefeld bedanken wir uns, ebenso bei Herrn Dr. Rath.
(Foto: Steffen Trantow)

Volkstrauertag in BI-Jöllenbeck

Am 17.11.2019 haben wir an der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag teilgenommen. Unser Dank gilt dem Stadtteil-Bürgermeister Reinhard Heinrich, durch dessen Unterstützung uns die aktive Mitgestaltung - mit einer Rede - ermöglicht wurde.

Demo gegen Holocaustleugnung



Am 09.11.2019 demonstrierten wir mit 14.000 Menschen gegen den Neonazi-Aufmarsch. 

Als einzige Organisation mit mehrheitlich muslimischen Akteuren haben wir zur Demo gegen die Holocaust-Leugnung aufgerufen.

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Am 09.11.2019 hat uns das
Bündnis Gegen Rechts ermöglicht, vor tausenden von Menschen eine Rede gegen Holocaust-Leugnung und Rassismus zu halten.

Am 13.10.2019 nahmen wir an der stillen Mahnwache vor der Bielefelder Synagoge teil, um unsere Solidarität zu zeigen.

 

Namenslesung am 10.07.2019 am Bielefelder Hauptbahnof

Foto: Namé Ayaz-Gür

Wir danken der Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld ("BEIT TIWKA")
Irith Michelson für die gelungene Kooperation.

Foto: Lutz Havemann

Foto: Lutz Havemann

Foto: Lutz Havemann

Über uns

Von 2017 bis 2019 waren wir unter der Dachorganisation KIgA e.V., mit Sitz in Berlin tätig. Nach Auslaufen des Projektes und ermutigt durch Herrn Prof. Zick, haben wir uns selbstständig gemacht und unseren eigenen Verein hier in Bielefeld gegründet. 

Inhaltlich hat sich an unserem Tätigkeitsfeld nichts geändert. 
BIgAI e.V. bietet Seminare und Workshops zur Auseinandersetzung zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit an.
(Foto: Gülten Seker)

Unsere Projekte

Unsere Ziele verfolgen wir in unterschiedlichen Projekten. Bei der Zusammenarbeit mit lokalen Kooperationspartnern wenden wir ein anerkanntes Modellprojekt zur Sensibilisierung von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit an. Insbesondere zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Für  weitere Vorhaben stehen wir lokalen, regionalen und bundesweiten Kooperationen offen gegenüber.
(Foto: Gülten Seker)

Förderer

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Franz Schaible für die Unterstützung durch die GAB 
Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung  Bielefeld mbH.


Förderer

 Wir haben gewonnen! Als eine von 120 Organisationen wurden wir aus über 650 Bewerbern für den Förderpenny- Preis in unserer Nachbarschaft ausgewählt und dürfen uns über ein Preisgeld von 2000 € freuen.
Mit diesem Preisgeld wollen wir mit einer muslimischen Seminargruppe eine Ausstellung am Tag der Erinnerung am 04.04.2020 in der Bielefelder Stadtbibliothek zeigen/präsentieren (zeitliche Verschiebung durch COVID-19). 
Das ist aber noch nicht alles! Ab dem 10. August konkurrieren wir in einer großen Abstimmung mit weiteren Organisationen um eine Jahresförderung- es wird also nochmal spannend.

BIgAI History

Von KIgA e.V.  zu BIgAI e.V.

KIgA Bielefeld wurde Dezember 2017 gegründet.

Zielgruppe von KigA Bielefeld sind traditionell religiöse Musliminnen.

KIgA Bielefeld besteht aus zwei Seminar-Gruppen, die sich wöchentliche treffen: einer Müttergruppe und einer Gruppe junger Frauen.

KIgA Bielefeld veranstaltet regelmäßig Seminar in der Moscheegemeinde Bielefeld-Jöllenbeck.

KIgA Bielefeld arbeitet zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, besonders zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Dabei geht es um verschiedene Facetten von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der deutschen Mehrheitsgesellschaft sowie unter traditionell religiösen Musliminnen.

KIgA Bielefeld beschäftigt sich mit verschiedenen historischen Themen, insbesondere der Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen aus Ostwestfalen-Lippe.

Die Dachorganisation KIgA e. V. (Berlin) ist Träger des Paul-Spiegel-Preises des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie der Buber-Rosenzweig-Medaille des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (2019).

 
Am „Tag der Erinnerung“ im April 2019 präsentierten 21 Initiativen und Schulen ihre Arbeit.

Die Reaktionen waren tatsächlich sehr positiv. Eine Lehrerin sagte wörtlich: „Solche Schülerinnen hätte ich auch gerne.“

Die jungen Frauen mit Kopftuch haben Anerkennung erfahren, weil sie Kompetenz und Engagement bewiesen haben – in einem Bereich, in dem es ihnen eigentlich nicht zugetraut wird.

Freiwillig, nicht in der Schule, wo sie ja verpflichtend sind

Diese Anerkennung ist so etwas wie die Vorstufe zur Partizipation in der deutschen Gesellschaft, auch in anderen Bereichen als der Erinnerungskultur.

 

KIgA Bielefeld gestaltete am 10. Juli 2019 eine Gedenkveranstaltung, die an den 77. Jahrestag der Bielefelder Auschwitz-Deportation vom 10. Juli 1942 erinnert – zusammen mit der Jüdischen Kultusgemeinde, der Ev. Kirche, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und weiteren.

 

Nicht die Deutschen sind islamfeindlich, nicht die Muslime sind antisemitisch, sondern jeweils nur ein Teil.

 

Wichtiger Grundsatz der Arbeit in den Seminar-Gruppen von KIgA Bielefeld ist: „Nicht Verallgemeinern“, sondern „Differenzieren!“ 

 

Nach turnusgemäßem Abschluss des Projekts, Demokratie Leben! haben wir uns seit Februar 2020 selbstständig gemacht und haben den Verein

BIgAI e.V. – Bielefelder Initiative gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit - gegründet.

 

3.3.2020 Wir haben an  der Veranstaltung Bielefelder Aktionstage gegen Rassismus teilgenommen und eine Ausstellung/Präsentation in der Stadtbibliothek präsentiert. 

Die Vorbereitung auf den 2. Tag der Erinnerung am 4.4.2020 in der Stadtbibliothek ist coronabedingt ausgefallen.

 

Die Vorbereitung auf den 1.Juli "Tag des Antimuslimischen- Rassismus". Interview mit verschiedenen Personen über Rassismus gegen Muslime. Ein Teil der Arbeit wird auf Unserer Homepage: https://www.bigai-ev.de zu sehen sein.

 

Von Juli bis Dezember werden wir die städtische Erinnerungsveranstaltung zum 
 9. November inhaltlich ausrichten. Den Auftrag dazu haben wir von dem Vorbereitungskreis der Stadt Bielefeld erhalten.